Horror im Lift mit Spracherkennung

Oder – Wo Spracherkennung scheitert. Akzent, User-Interface und schlechte Benutzerführung.

Das positive Feedback auf meinen zu letzt geposteten Video treibt mich an, weitere Interessante Themen, die sarkastisch aufbereitet wurden, hier zur Diskussion zu stellen. Danke dafür liebe Community.

Der Video aus einem schottischen Aufzug, der “angeblich” mit Spracherkennung funktioniert, ist ein Klassiker und sicher erheiternt. Der Film hat es schon zu über 1,5 Mio Betrachtern gebracht.

Aber was passiert hier eigentlich genau und was kann man aus diesem Beispiel lernen, um ggf. das eigenen Projekt mit einem Sprachcomputer nicht zu einem solchen Desaster werden zu lassen.

Zum ersten ist der völlig freie Dialog mit dem Maschine, hier der Fahrstuhl, sicher nicht der optimale Ansatz für die Interaktion in dieser Umgebung. Eine Erkennung von Personen z.B. durch einen Bewegungssensor, gefolgt von einer sprachlichen und visuellen Aufforderung zur Zieleingabe, würden es sicher einfacher gestalten und die beiden Herren so in die elfte Etage bringen.

Das Problem mit dem Akzept haben nicht nur die Schotten. In Deutschland würde ein solches System mit dem “richtigen” Benutzer in Bayern, an der Nordsee, in Sachsen und auch in vielen anderen Gebieten genau so “gut” bzw. schlecht funktionieren. Eine Maschine sollte daher den Benutzer im Vorfeld dazu motivieren, in der richtigen Sprache zu reden und zudem ein Alternative Bedienung parat halten.
Da ich gern die Diskussion anregen möchte, freue ich mich über weitere Aspekte die dieses Beispiel sicher zur Verfügung stellt. Also ran an die Tasten.

Für Gespräche zu diesem Thema stehe ich Ihnen gern in Berlin auf der Call Center World 2011 (Halle 1, Stand A11) und in Hannover auf der CeBIT 21011 (Halle 6 A16) zur Verfügung und freue mich auf Ihren Besuch.

 

3 comments

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Detlev Artelt, Detlev Artelt. Detlev Artelt said: Horror im Lift mit Spracherkennung http://wp.me/p12CUx-20 […]

  2. Servus Detlev,

    so ein Lift müsste nur über ein sehr eingeschränktes Vokabular verfügen, es gibt ja nur Tür auf, Tür zu, Notruf und dann ein paar Zahlen. Es sollte also kein Problem sein gängige Sprachen und deren Dialekte zu verstehen. Geeks könnten den Stock sogar im binären Zahlensystem nennen. Ausserdem müsste die Kamera auch Befehle in Taubstummensprache annehmen.
    Wenn dann, wie im Film, alles versagt würde ich den Lift so programmieren, daß er auf jeden Fall in Bewegung bleibt und zumindest Stock für Stock abarbeitet. So erhöht sich die Chance, daß Vokalakrobaten zusteigen.

  3. Das Video ist schon klasse, kann man nix sagen 😉

    Halte die Spracherkennung für den Fahrstuhl bzw. für den Lift völlig Überflüssig. Hier brauch man einfach nur ien paar Knöpfe, die man drücken kann/muss und gut ist. Wieso soll ich da auch noch meinen Mund dazu bewegen, damit sich das Ding bewegt?

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